Fußball bei FSV Budissa Bautzen

Das Projekt „Kindergarten, Schule und Verein“ im Fokus

Erstellt am Samstag, 03. April 2021 11:42

2021-04-03 Interview Kappler ohne Rahmen

Sport und Bewegung ist für Kinder unerlässlich. Sie entdecken die Welt in und durch Bewegung. Bewegung trägt erheblich zu einer gesunden körperlichen, geistigen und psychosozialen Entwicklung der Kinder bei. Aus diesem Grund hat der Verein „FSV Budissa Bautzen e.V.“ bereits vor Jahren das Projekt „Kindergarten, Schule und Verein“ gemeinsam mit der Kreissparkasse Bautzen ins Leben gerufen. Coronabedingt ruht es nun bereits seit fast einem halben Jahr.

 

Das Projekt „Kindergarten, Schule und Verein“ ist ein wichtiger Bestandteil des Vereins. Das Projekt wird von vier Mitgliedern des Vereins betreut, die sich mit viel Leidenschaft dem Training der Youngsters hingeben. Sie besuchen die Kindertageseinrichtungen und Grundschulen der Region und vermitteln somit Spaß und Freude an Sport und Bewegung. Jannik Käppler, Betreuer und zeitgleich Spieler der Ersten Männermannschaft, bezieht Stellung zur Bedeutung dieses Projektes und zu den Folgen, die der lange Ausfall nach sich ziehen könnte.

 

Was genau versteht man unter dem Projekt „Kindergarten, Schule und Verein“? Was ist das Ziel des Projektes?

Das Ziel des Projektes ist die Förderung des Sports im Kindesalter. Wir wollen Kindern Spaß an der Bewegung vermitteln. Wir als Verein versuchen dabei, den Kindertageseinrichtungen und Schulen die Möglichkeit zu bieten ihren Kindern eine Fußball-AG anzubieten. Wir schauen dann natürlich auch, ob begeisterte und talentierte Kinder für unseren Verein dabei sind und versuchen sie zu binden.

 

Wie viele Kindergärten bzw. Schulen werden betreut?

Es werden insgesamt 11 Einrichtungen betreut, davon 7 Kindergärten, 3 Grundschulen und ein Gymnasium.

 

Wie viele Kinder werden pro Einrichtung betreut?

Das ist pro Einrichtung und den jeweiligen Bedingungen der Turnräume ganz unterschiedlich. Je nach Größe der Halle entscheiden wir dann, wie viele Kinder dabei sind - es variiert in der Regel zwischen 6 bis 15 Kindern. In den Grundschulen haben wir mit großen Sporthallen natürlich die Chance in einer größeren Gruppe zu spielen. Da sind es zwischen 15 und 20.

 

In welcher Frequenz werden Übungen durchgeführt und was wird trainiert?

Jede Einrichtung wird mindestens einmal wöchentlich besucht. Der „Sportunterricht“ dauert dabei immer ca. 45 Minuten. In den Kitas geht es vorrangig darum, den Kindern Bewegungsfreude und Spaß zu vermitteln. Da wird sehr wenig Wert auf fußballerische Aspekte gelegt. Klassische Übungen sind dabei „Feuer-Wasser-Sand“ und „Hase und Jäger“. Zum Schluss jeder Sportstunde wird dann auch natürlich immer Fußball gespielt. In den Grundschulen können wir aufgrund des Alters schon mehr Wert auf fußballspezifische Fertigkeiten legen und den Kindern erste Grundtechniken, wie das Zuspiel, das Dribbling oder den Torschuss beibringen.

 

Wie ist das Feedback der Kinder und der Einrichtungen?

Das Feedback ist von allen immer sehr positiv. Die Kinder haben sehr viel Spaß daran, den Kita-Alltag für 45 Minuten ruhen zu lassen und sich ordentlich auszupowern. Die Einrichtungen unterstützen dieses Projekt sehr und freuen sich, ihren Kindern die Möglichkeit zu bieten, sich wöchentlich zu bewegen und gegen den Ball zu kicken.

 

Wie lange ruht das Projekt nun schon? Wie könnte ein möglicher Restart aussehen? Ist das unter Corona-Bedingungen möglich?

Das Projekt ruht jetzt schon mittlerweile seit dem Lockdown Anfang November. Einen möglichen Restart in diesem Schuljahr stelle ich mir sehr schwer vor, da auch die Einrichtungen und Schulen ja mehr oder weniger in einer Art Notbetrieb fahren, wenngleich das Projekt gerade jetzt wichtig wäre.

 

Wie ist das gemeint?

Grundschulen und Kindertageseinrichtungen waren monatelang geschlossen. Das ist nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern eine sehr schwierige Zeit. Kinder haben fast keinen Kontakt zu Gleichaltrigen. Sämtliche anderweitig mögliche Freizeitaktivitäten sind nicht möglich. Der soziale Kontakt und das „Auspowern“ fehlen einfach - und das waren ja damals auch die Grundbausteine, weswegen das Projekt gemeinsam mit der Kreissparkasse Bautzen ins Leben gerufen wurde.

 

Wie wichtig ist Bewegung für Kinder?

Bewegung für Kinder ist enorm wichtig. Sie trägt erheblich zu einer gesunden körperlichen, geistigen und psychosozialen Entwicklung bei. In der heutigen Gesellschaft werden die Bewegungsräume der Kinder zunehmend eingeschränkt. Fernsehen, Spielekonsolen und Computer bestimmen vermehrt den Alltag der Kinder und die Bewegungszeit geht damit verloren. Durch den Mangel an Bewegung kann zu motorischen und koordinativen Defiziten führen, wie zum Beispiel zu Problemen beim Rückwärtslaufen oder Balancieren. Letztendlich führt der Bewegungsmangel auch zu Übergewicht. Umso wichtiger ist es, bei sozialen Projekten den Kindern die größtmögliche Freude am Sport nahezubringen.

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